ZEILER Taschenlampenfabrik in Regensburg, die unter anderem Bakelit-Taschenlampen produzierte. Die Firma ist spätestens seit den dreißiger Jahren nachweisbar, hat aber auch in der Nachkriegszeit noch produziert. |
 |
ZELLULOID Nitrocellulose mit Weichmacher, mit und ohne Füllstoff, nicht härtbar. Verarbeitung durch Ziehen, Pressen, Blasen, Verwendung als Gebrauchsartikel aller Art, darunter Filmmaterial, Bucheinbände, Kämme, Puppen, Dosen, Schmuck, Spielwaren und Sicherheitsglas. Zelluloid war der erste thermoplastische Kunststoff, den die Industrie in großem Maßstab nutzte. Es wurde zunächst als Elfenbeinersatz entwickelt. Auch Horn und Schildpatt ließen sich damit vorzüglich imitieren. Aber auch leuchtende Farben waren damit möglich. Erstmals hergestellt wurde das Zelluloid im Jahr 1868 durch die Brüder Hyatt. Produktion in England ab 1877, in Deutschland ab 1880. Wichtige Hersteller in den dreißiger Jahren waren die Dynamit AG in Troisdorf, die Westfälisch-Anhaltische Sprengstoff-AG (Wasag), die Westdeutschen Celluloidwerke in Lank (Rhein), die Firma Wedig und Reuß in Eilenburg, die Rheinische Gummi- und Celluloidfabrik in Mannheim-Neckarau, die Celluloidfabrik in Speyer, die Firma Kirrmeier und Scherer in Speyer (Rhein) sowie die Deutsche Celluloidfabrik in Eilenburg. Zelluloid erkennt man an dem leicht stechenden, aber nicht unangenehmen Kampfergeruch (Zelluloid enthält Kampfer als Lösungsmittel), der sich beim Reiben entwickelt. Bei 35mmFilmmaterial aus Zelluloid besteht inzwischen die sehr große Gefahr der Selbstentzündung durch eine altersbedingte chemische Reaktion! Beim Umgang mit Filmmaterial aus der Zeit vor 1945 ist extreme Vorsicht angeraten.16mm Filmmaterial dagegen wurde nie aus Zelluloid hergestellt. |
 |
ZELLULOSE-AZETAT Kunststoff, der ebenso wie das Zelluloid aus natürlicher Zellulose gewonnen wird. Es lässt sich ebenso gut verarbeiten, ist aber nicht so feuergefährlich wie das Zelluloid. Bereits im Jahr 1919 wurde ein mit Weichmachern versetztes Zellulose-Azetat als erster Spritzguss-Kunststoff patentiert. Das Material erlaubte Imitationen von Schildpatt und Zelluloid, vor allem aber neue Produktionsverfahren für Kugelschreiber, Schirmgriffe oder Spielzeug. Schmalfilme sind von je her aus diesem Material, genannt "Sicherheitsfilm", hergestellt worden. In Deutschland spielte es zunächst nur eine untergeordnete Rolle. In den USA stellen Firmen bereits in den 30er Jahren Spielzeugautos aus Zellulose-Azetat her - ab 1937 die Kilgore Manufacturing Company in Westerville, Ohio, und ab 1939 die Lapin Products Company in Newark, New Jersey. |
 |
ZETERIT Bitumenpressmasse der Siemens-Schuckertwerke in Berlin. |
 |
ZETKA Vermutlich Abkürzung für: Zettelkasten. Diese Beschriftung findet sich als Marke auf Zettelkästen, je nach Alter mit den Zusätzen DRP (Deutsches Reichs-Patent), Made in US Zone Germany, oder DBP (Deutsches Bundes-Patent). Der Hersteller ist unbekannt. |
 |
ZETON Handelsname für Bakelit der Alois Zettler GmbH in München. |
 |
ZEYNIT Handelsname für Bakelit der Firma Franz Stauch in Unterrodach. |
 |