KABEL KRAKAU Name einer Firma, die im besetzten Polen Schreibtischlampen aus Bakelit hergestellt haben soll - nach dem gleichen Entwurf wie die Ika-Lampe. |
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KAMPFER Eine ölige, pflanzliche Substanz, die aus dem Kampferbaum (Cinnamomum camphora) gewonnen wird. Dazu wird das zerkleinerte Holz einer Wasserdampfdestillation unterzogen, wobei der Kampfer abdestilliert. Kampfer wird bei der Produktion von Zelluloid als Weichmacher verwendet und verleiht diesem noch nach Jahrzehnten einen unverkennbaren, säuerlich-stechenden Geruch, der bei starkem Reiben frei wird. Natürlicher Kampfer (D-Kampfer) ist Bestandteil des ätherischen Öls zahlreicher Pflanzen, wie Lavendel oder Rosmarin. |
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KAPE-PRESSTEILE Bezeichnung für Produkte der Firma Kunststoffwerk Karl Potthoff in Solingen-Ohlings. |
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KASEIN-KUNSTSTOFFE Kunststoffe, die aus Kasein (Milcheiweiß) und Formaldehyd unter Abspaltung von Wasser erzeugt werden. Sie wurden erstmals im Jahr 1897 von Adolph Spitteler und W. Kirsche hergestellt. Praktisch alle Farben sind möglich. Einfache Rezepturen für Kunstharz aus Käse, der in einer Lauge ausgekocht wird, sind spätestens seit dem ausgehenden Mittelalter bekannt. Als Sammelname für die modernen, mit Formaldehyd gehärteten Kasein-Kunststoffe hat sich die Bezeichnung Galalith eingebürgert, die ursprünglich, wie auch die Begriffe Bakelit oder Ebonit, ein Warenzeichen war. Kasein-Kunststoffe wurden gerne für Haushaltsartikel, Schmuck und Spielzeug, aber auch für Radiogehäuse eingesetzt. Die Klötze der berühmten Anker-Steinbaukästen bestehen aus einem Kasein-Kunststoff, der mit Sand vermengt wird. Kasein-Kunststoffe erkannt man daran, dass sie beim Reiben nach verbrannter Milch riechen. |
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KAUTSCHUK Kautschuk (caa-o-chú) - weinendes Holz nannten die Indianer im Tiefland Perus eine Substanz, die im Milchsaft (Latex) einiger Bäume enthalten ist. Der wirtschaftlich bedeutendste war der Parakautschukbaum (Herba brasiliensis). Im Spanischen wurde aus dem indianischen Wort daraus cauchuc oder - in moderner Form - caucho, die alte deutsche Schreibweise ist Caoutchouc. Bei dem Material handelt es sich um ein natürliches, unvernetztes, jedoch vernetzbares Polymer, ähnlich Guttapercha und Balata. Kautschuk ist löslich unter anderem in Äther, Benzol, Leichtbenzin, Schwefelkohlenstoff, Tetrachlorkohlenstoff, Leinöl und Terpentinöl. Die Indianer benutzten ihn schon früh, um Kleidung wasserdicht zu machen oder um elastische Flaschen herzustellen. Das rohe Latex wurde ursprünglich über stark rauchendem Feuer zu Kautschuk veredelt - heute geschieht das durch Koagulation mit Säuren, etwa mit Ameisensäure. Die frühen Eroberer Lateinamerikas kannten bereits Kautschukartikel - schon Kolumbus (1492) und Juan Ribera, Hernán Cortéz´ Stadthalter in Mexiko (1511) berichten darüber. Erst der französische Ingenieur Francois Fresnau (1703-1770) und sein Kollege Charles Marie de La Condamine, die sich für Vermessungsarbeiten in Südamerika aufgehalten hatten, lieferten der französischen Akademie der Wissenschaften Berichte und einige Proben. Der Saft konnte jedoch nicht aufbewahrt werden - nur die getrocknete Masse ließ sich verschiffen - die war jedoch zu zäh und hart, und mit damaligen Methoden verarbeitet zu werden. Im Jahre 1770 wurde der englische Chemiker Joseph Priestley auf das Kautschuk aufmerksam, weil er seine Eigenschaft entdeckte, Bleistiftspuren zu radieren - bisher hatte man dafür Brot verwendet. Priestley nannte den Kautschuk "Indian rubber". Verstärkt seit dem späten 18. Jahrhundert wurden für das "Indian Rubber" Lösungsmittel entdeckt und neue Verarbeitungstechniken entwickelt. Praktische Bedeutung für Europa gewann es aber, nachdem man im 19. Jahrhundert lange mit ihm experimentiert hatte, erst durch die Erfindung der Vulkanisation - als Hartgummi oder Ebonit. Bis in die dreißiger Jahre hinein wurde praktisch der gesamte Kautschukbedarf des Welt aus natürlichen Quellen gedeckt, zuerst aus dem Amazonasgebiet. Im Jahr 1876 dann gelang es dem englischen Abenteurer H. Wickham, unter Lebensgefahr 70.000 Kautschuksamen aus Brasilien herauszuschmuggeln, das ein strenges Ausfuhrverbot erteilt hatte. 2600 dieser Samen gingen im botanischen Garten von Kew bei London auf - sie wurden später nach Ceylon (Sri Lanka) transportiert, wo die Mehrzahl von ihnen anging. Das Monopol der südamerikanischen Kautschukbarone war gebrochen - es sollten aber noch mehr als zwanzig Jahre vergehen, bis aus den Setzlingen leistungsfähige Plantagen herangewachsen waren. Um die Jahrhundertwende suchte man auf der ganzen Welt nach Verwandten der klassischen Kautschukpflanze. Man fand auch in Afrika einige Wildpflanzen, die Latexmilch abgaben. Die natürlichen Vorkommen wurden aber nicht systematisch bewirtschaftet, sondern oft in kurzer Zeit ausgeplündert. Nur die Plantagenwirtschaft - oder ein synthetisches Ersatzprodukt war noch in der Lage, den gigantischen Bedarf zu befriedigen. |
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KAWELIT Handelsname für Pressmassen der Firma Karl Wegner in Berlin. |
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KERIT Handelsname für Bakelit der Internationalen Galalith-Gesellschaft (IGG) in Hamburg. Es wurde für Behälter (Schüsseln, Briefhalter, Dosen) und Isolierteile verwendet. Hersteller war die Internationale Galalith-Gesellschaft (IGG) in Hamburg.
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KIWITAN Handelsname für Bakelit und andere Pressmassen der Firma Wolff und Co. in Walsrode. |
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KLEINIT Handelsname für Bakelit der Firma Julius Klein in Koburg. |
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KOPAL Natürliches, fossiles Baumharz, das äußerlich kaum von Bernstein zu unterscheiden, aber geologisch deutlich jünger ist. Kopal wird in Südamerika und auch in Zentralafrika (Kongo) gefunden. |
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KORATON Gusskunstharz (Edelkunstharz). Verarbeitet durch spanabhebende Formgebung. Verarbeitet zu Schreib-, Spiel-, Galanterie- und Schmuckwaren. Hersteller war die Firma Wedig und Reuß in Eilenburg. |
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KP Pressmarke auf Bakelitobjekten der Firma Karl Potthoff in Solingen-Ohligs. |
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KUNSTHORN Kasein-Kunststoff. Meist ein Kondensat aus Kasein und Formaldehyd, ohne Füllstoffe. Es kann mechanisch bearbeitet werden. Verwendet wird das Kunsthorn für Knöpfe, Griffe, Schreib-, Spiel-und Galanteriewaren. Siehe auch: Kasein-Kunststoffe |
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KUNSTHORN-RONDELLE Kasein Formaldehyd Kondensat (Kunsthorn), ohne Füllstoff, härtbar. Verarbeitung durch Pressen. Verwendung zu Knöpfen. Hersteller war die Hannoversche Kunsthorn-Gesellschaft mbH in Hannover-Hainholz. |
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KWC Pressmarke eines uns unbekannten Kunststoffpresswerkes, möglicherweise auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. |
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KWO Die Abkürzung steht für: Kabelwerke Oberspree. Als AEG-Betrieb wurden sie am 3. Oktober 1897 in Berlin eingeweiht. Mit einer schnell wachsenden Zahl von Arbeitern stellten die Fabriken in den ersten Jahren Telefonkabel und Starkstromkabel her, später auch Radioröhren. Zu DDR-Zeiten gehörte das Kabelwerk zum Kombinat KWO mit 13 Betrieben und 16.000 Beschäftigten in verschiedenen Städten. Anfang 1990 arbeiteten in Oberschöneweide noch 6.000 Beschäftigte. 1990 wurde das KWO aufgelöst, 1993 ging das Werk zum Teil an das britische Unternehmen BICC. Doch die Produktion wurde nach wenigen Jahren wieder eingestellt. Seit 1998 sind die Kabelwerke endgültig geschlossen. |
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