ADLER, FRIEDRICH deutscher Künstler und Industriedesigner, geboren am 1878 in Laupheim, ermordet 1942 im Konzentrationslager Auschwitz. Adlers künstlerisches Werk, dessen Schwerpunkt Arbeiten des Jugendstils und des Art Deco ausmachen, umfasst ganz verschiedene Werkstoffe. Von 1913 bis zu seiner Zwangspensionierung 1933 lehrte er an der Kunstgewerbeschule Hamburg, wo er 1922 zum Professor ernannt worden war. Ab ca. 1929 erhielt er von den Bebrit-Werken in Bebra Aufträge für Kunststoff-Entwürfe . Es kann heute als gesichert angesehen werden, dass ein erheblicher Teil der Bebrit-Produktion in den Jahren nach 1929 auf Entwürfe Adlers zurückgeht. Dabei wurden neben Bakelit auf farbige Duroplaste verwendet. Adlers Entwürfe zeichnen sich bei aller Einfachheit und Reduktion auch in dieser späten Phase seines Werkes noch durch organisch-expressive Formen aus, die sich an Formen der Natur orientieren. Die Zuschreibung anderer Kunststoff-Artikel in der Literatur und im Internet, insbesondere von Werken der Firma Troplast, die Teil des Nobel-Konzerns war (sie sind in der Regel mit den Pressmarken tp oder pollopas bezeichnet) und stärker als die Bebrit-Entwürfe vom Bauhaus beeinflusst sind (so z.B. ein Salatbesteck und ein Spargelheber, die noch 1938 auf der Leipziger Herbsmesse gezeigt wurden), muss so lange als unsicher gelten, bis gesicherte Beweise vorliegen. Nachgewiesen ist bisher nur, dass Adler im Jahr 1934 ein solches Salatbesteck verschenkte. |
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AHA Abkürzung eines deutschen Herstellers von Picknickkoffern und Pressteilen aus Kunststoff, vermutlich seit den 30er Jahren. Der exakte Firmenname ist uns leider nicht bekannt. |
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ALUSIL Handelsname für Bakelit des Alusil-Preßstoffwerkes Eugen Gaßmann in Probstzella. Hergestellt seit den 30er Jahren. |
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AMBROIN Handelsname für Kunststoffe der Vereinigten Isolatoren-Werke AG in Berlin-Pankow. Hergestellt seit den 30er Jahren. |
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AMINOPLASTE Sammelname für Harnstoff- und Melaminkunststoffe. Die organischen Verbindungen, Amine genannt, die für beide Werkstoffe verwendet werden, haben eine chemische Gruppe gemeinsam - die so genannte Aminogruppe. |
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ASMW siehe DMAG |
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ASPHALT Gemisch aus Bitumen und mineralischen Stoffen. Das Material kommt natürlich vor, kann heute aber auch künstlich hergestellt werden. |
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ASTRALON Durchsichtiger, farbloser Kunststoff der Dynamit AG in Troisdorf und der IG Farben in Frankfurt am Main, der zu 80 Prozent aus PVC und zu 20 Prozent aus Acrylsäuremethylester besteht. Das Material wurde wie Zelluloid zu Linealen, Rechenschiebern, Zifferblättern und Schablonen verarbeitet. Hergestellt seit den 30er Jahren. |
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AUSSCHWEFELN Ausblühen von Schwefel an der Oberfläche von Ebonit-Objekten, typische Alterserscheinung. Der Schwefel wird bei der Herstellung zur Vulkanisation des Hartgummis benutzt. |
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AUSTRALIT Kunstharz-Pressmasse der Gebrüder Adt in Ensheim an der Saar. Hergestellt seit den 30er Jahren. |
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